In der taktischen Notfallmedizin muss immer wieder die Gesamtlage bewertet werden. Dabei sind nicht nur eine mögliche Bedrohungslage, sondern auch die Erfordernisse des Einsatzes, bei dem der Notfall eingetreten ist, zu berücksichtigen. Damit ist unter Umständen auch eine Zurückstellung der medizinischen Versor­gung zur Fortsetzung des Auftrages möglich, ggf. sogar unter Inkaufnahme einer eingeschränkten individualmedizinischen Versorgung. Ziel ist die Erreichung des bestmöglichen Ergebnisses für den Patienten und für den Auftrag, da bei diesem potentiell Leben und Gesundheit weiterer Personen gefährdet sind.

Standardisierung und team­orientiertes Vorgehen nach etablierten Algorithmen sowie die dadurch entstandene “gemeinsame Sprache” haben in der Notfallmedizin zu einer Verbesserung der Patientenversorgung geführt. Die Prinzipien und Verfahren sind sinnvollerweise sowohl an die Situation im Rettungsdienst als auch an die zu erwartende Patientenpopulation angepasst. Dies betrifft insbesondere die meist kurzen Versorgungs- und Transportzeiten.
Bei militärischen oder anderen taktischen Einsatz­lagen bzw. bei der notfallmedizi­nischen Versorgung unter Bedrohung kann aufgrund der völlig anderen Rahmenlage in extremen Situationen z.B. die völlig korrekte Vorgehensweise nach ATLS- bzw. “zivilen” Algorithmen und Vorgehensweisen eine Verschlechte­rung des Zustandes des Verwundeten und der eigenen Lage verursachen. Aus diesem Grund entwickelte sich in den letzten 12 Jahren das Versorgungskonzept “Tactical Combat Casualty Care” (TCCC) beim Militär bzw. im Bereich der Spezialkräfte der Polizei “Tactical Emergency Medical Support” (TEMS).


 

  1. Hypothermie – ein Update

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    Schöner und informativer open access Artikel von den Innsbrucker Kollegen Paal et.al veröffentlicht im Scandinavian Journal of Trauma, Resuscitation and Emergency Medicine Paal P, Gordon L, Strapazzon G, Brodmann Maeder M, Putzer G, Walpoth B, et al. Accidental hypothermia-an update : The content of this review is endorsed by the...

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  2. Sichtungskategorien bei Terror – Planungsgrößen nahezu identisch, Verteilung jedoch stark abhängig vom Ereignis

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    Ein Beitrag und Zusammenfassung von NewsPapers Von den untersuchten Ereignissen verursachten Naturkatastrophen die meisten Todesfälle. Betrachtet man die Verteilung der Sichtungskategorien bei Terroranschlägen, so liegt die Verteilung im Median bei 14/15/39%. Bei näherer Betrachtung ist die Verteilung allerdings je nach eingesetzter Waffe unterschiedlich. Bei Sprengkörpern kam es zur anteilig geringsten Rate an...

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  3. Hypertone Kochsalzlösung zur Hirndrucksenkung gut geeignet !

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